1-2 Jahre 2-3 Jahre Charakterstark

FAUL­TIER­ALARM: WENN DEIN ZWERG KEI­NE TREP­PEN STEI­GEN MÖCH­TE

By on 28. Januar 2018

[2 Minu­ten — durch­schnitt­li­che Lese­zeit]

Wenn man die Head­line liest, könn­te man mei­nen, es gin­ge um ein Baby, das noch kaum lau­fen kann, geschwei­ge denn Trep­pen bestei­gen könn­te. So ist es nicht. Unser Sohn wird bald 3 Jah­re alt und möch­te trotz sei­ner bereits erwor­be­nen Fähig­keit sowohl mor­gens als auch nach­mit­tags die Trep­pen mit­hil­fe eines Erwach­se­nen über­win­den. Das heißt, er will par­tout auf den Arm genom­men wer­den – ganz gleich, wie vie­le Taschen man par­al­lel hoch­schlep­pen muss. Wir haben zwar einen Auf­zug, doch meis­tens möch­te er ihn nicht benut­zen, son­dern schwe­bend die ers­te Eta­ge erklim­men.

Ich war wirk­lich sau­er auf Vik­tor

Zwi­schen­durch wur­de ich wirk­lich sau­er auf Vik­tor, da er Lisa immer bequatsch­te und sie sei­nem Wunsch immer nach­gab. Immer. Dabei kann Vik­tor sehr gut Trep­pen auf- und abstei­gen. Er hat­te als Baby sogar rie­si­ges Inter­es­se dar­an, da wir anfangs in einer Woh­nung mit zwei Trep­pen­stu­fen gewohnt haben. Er lieb­te dort erst mit dem Bauch und spä­ter mit dem Popo run­ter­zu­rut­schen und eini­ge Mona­te danach vor­sich­tig hoch- und run­ter zu gehen.

Nur seit eini­gen Mona­ten streikt er ger­ne, wenn es um Trep­pen geht. Wir nen­nen ihn in die­sen Momen­ten das fauls­te Faul­tier der Welt, doch damit ist jetzt Schluss. Ich dan­ke an die­ser Stel­le Sno­wqueen. Durch ihren Arti­kel zu dem The­ma wur­de ich eines bes­se­ren belehrt und weiß nun, dass ich völ­lig auf dem Holz­weg war.

Unse­re Kin­der sind nicht faul, son­dern die Umge­bung ist schlicht und ergrei­fend nicht ihren Kör­per­ma­ßen ange­passt.

Wie wäre es, wenn wir in einem Haus von Rie­sen leben wür­den?

Nun über­legt euch mal die kör­per­li­chen Rela­tio­nen — für mich sind die Stu­fen etwa knö­chel­hoch, für mei­ne Fünf­jäh­ri­gen gehen sie bis zur Wade, mein Ein­ein­halb­jäh­ri­ger muss sei­ne Bein­chen fast bis zum Po hoch­he­ben, um sie zu bewäl­ti­gen. Ist es da ein Wun­der, dass unse­re Kin­der das zu anstren­gend fin­den? Nein!“ (Zitat von Sno­wqueen)

Manch­mal braucht man einen Klaps auf den Hin­ter­kopf, um auf die logischs­ten Erklä­run­gen bzw. Lösun­gen zu kom­men.

In einem Haus einer Rie­sen-Fami­lie wür­de ich mich mög­li­cher­wei­se auch manch­mal irgend­wo hoch­tra­gen las­sen. Und auch wenn ich mit der Rie­sen­fa­mi­lie unter­wegs wäre und nicht die gan­ze Zeit Schritt hal­ten könn­te, wäre das Tra­gen zumin­dest auf dem Rück­weg eine coo­le Sache.

Kur­ze Sto­ry und schnell mal den Kopf durch­ge­rüt­telt. #Wenn­Das­Le­be­nIm­mer­So­Ein­fach­Wä­re

Bild­nach­weis: unplas­hed |Naas­som Aze­ve­do
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