0-1 Jahr Unvergessliche Momente

VOR­HANG AUF: ESSEN GEHEN MIT DEM NACH­WUCHS

By on 26. Februar 2017

[1 Minu­te — durch­schnitt­li­che Lese­zeit]

Ich sage Dir eines: Ein Neu­ge­bo­re­nes auf dem Arm ist bes­ser als jedes Hun­de­wel­pen. Ein Brü­cken­bau­er, ein Mau­ern­ein­rei­ßer, ein Gene­ra­ti­ons­über­win­der, ein Tür­öff­ner, ein Men­schen­ver­bin­der. Man geht raus oder geht Essen und schwupps spricht einen schon der ers­te an. Wie heißt es denn, wie alt ist denn das Zau­ber­we­sen? Man kennt das. Jedem ist klar, dass man da gera­de etwas Nigel nagel­neu­es auf dem Arm trägt. Ganz frisch geschlüpft und noch vol­ler Hoff­nung. Viel­leicht der Ret­ter der Welt. Min­des­tens.

Mit die­sem Gefühl gehen wir mit dem Wurm das ers­te Mal abends aus: Essen gehen beim Ita­lie­ner in Lauf­wei­te. Es ist früh­lings­haf­tes Wet­ter und wir sit­zen drau­ßen. Ein Rudel Damen 30+ nimmt am Tisch neben uns Platz. Vor­bei mit der Zwei-Drei­sam­keit.

Als wir das 3,5-kg-Paket auf den Schoß legen, schla­gen die Eier­stö­cke neben uns Pur­zel­bäu­me. Abso­lu­ter Aus­nah­me­zu­stand und jede der Damen stößt einen Laut der Ent­zü­ckung aus.

An in Ruhe und inko­gni­to essen ist in den nächs­ten Mona­ten nicht zu den­ken. Das nervt irgend­wann – ganz ehr­lich. Ins­be­son­de­re, wenn das Essen auf dem Tisch steht und die ent­zück­ten Men­schen um Dich her­um nicht mer­ken, dass man natür­lich auch total außer sich ist vor Freu­de über den neu­en Wel­ten­bür­gen, aber irgend­wie das 25 Euro-Gericht im Ide­al­fall warm ver­zeh­ren möch­te…

Und das Aller­schlimms­te: Die­ser Tru­bel um Dich und Dei­ne Fami­lie lässt plötz­lich nach. Schlei­chend, jedoch klar spür­bar. Und dann geht ihr Essen und seid bei­na­he ent­täuscht, dass kaum einer mehr Notiz von euch nimmt. Höchs­tens, wenn euer Nach­wuchs ver­sucht das Steak vom Nach­bar­tisch zu klau­en oder den Hund des Restau­rant­be­sit­zers mit Broc­co­li zu füt­tern.

Kurz: Genießt die Momen­te, wenn die Men­schen um euch her­um aus­flip­pen, sobald sie euren Spröss­ling sehen. Es ist der Augen­blick, in dem uns allen bewusst wird, dass es etwas Grö­ße­res auf die­ser Welt gibt und der neue Wel­ten­bür­ger begrüßt und gefei­ert wer­den muss.

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