1-2 Jahre Schlaf

DAR­KROOM: BEI TAG UND NACHT?

By on 23. Mai 2017

[2 Minu­ten — durch­schnitt­li­che Lese­zeit]

Anfangs schläft euer Fili­us rund um die Uhr. Gut, ihr wer­det zu die­sem Zeit­punkt den­ken, dass Dein Zwerg (beson­ders nachts) nie schläft. Aber im Nach­hin­ein wist Du sehen, dass Dein Gefühl Dich getäuscht hat. Wich­tig ist im ers­ten Jahr, dass man den Klei­nen den Unter­schied zwi­schen Tag und Nacht bei­bringt. Das heißt, auch wenn sie tags­über schla­fen, soll man sie nicht in einen abge­dun­kel­ten Raum legen. Am Abend bzw. nachts hin­ge­gen soll­te es wirk­lich dun­kel sein, damit Dein Kind merkt, dass es bei Dun­kel­heit ten­den­zi­ell län­ger schla­fen soll.

Wir haben uns artig an all die­se Schrit­te gehal­ten und das führ­te tat­säch­lich zu einem arti­gen Lang­schlä­fer. 12 Stun­den nachts. 2 Stun­den mit­tags. Er ist jetzt zwei Jah­re alt. Erwar­tet das bit­te nicht von eurem 5-jäh­ri­gen Kind. Hin­ge­gen mit 16 Jah­ren wird euer puber­tie­ren­der Nach­wuchs gar nichts erst mor­gens auf­ste­hen am Wochen­en­de, son­dern direkt bis 14 Uhr durch­schla­fen #einentagwieder16seinkönnen

Unser Sohn liebt voll­kom­me­ne Dun­kel­heit. Ein klei­nes Stand-by-Lämp­chen auf sei­ner Sicht­hö­he und schon meckert er. Ihr ahnt wahr­schein­lich bereits, dass das Gan­ze zur Som­mer­zeit und in Urlau­ben bei uns zu gewis­sen Her­aus­for­de­rung füh­ren kann…

Es begann alles mit Gar­di­nen aus blick­dich­tem Stoff, da die Jalou­si­en in der Glas­tür im Kin­der­zim­mer nicht aus­reich­ten. Lei­der genüg­te auch das nicht, da das Licht in der Som­mer­zeit gen 5.30/6.00 Uhr trotz allem durch die Sei­ten und ober­halb durch­schim­mer­te. Das wie­der­um führ­te dazu, dass der Zwerg plötz­lich pünkt­lich zu Son­nen­auf­gang so viel Licht im Zim­mer hat­te, dass er gewillt war auf­zu­ste­hen. Wir hin­ge­gen nicht.

Lisa war nach einer Woche der­ma­ßen bedient, dass sie schwar­ze Folie für die Ober­lich­ter kauf­te. Wir kleb­ten die­se ab in der Hoff­nung, dass Vik­tor uns nun wie­der wie gewohnt bis 8.00 Uhr schla­fen lässt. Nichts der­glei­chen geschah.

Ich dach­te kurz dar­über nach die Tür von der Gar­ten­sei­te mit Holz­die­len zu ver­na­geln. Ein Fei­er­tag für uns war plötz­lich, wenn Vik­tor bis 6.45 Uhr schlief. Vor­her undenk­bar.

Lisa und ich ver­such­ten um 21.00 Uhr ins Bett zu gehen, um die­se kur­zen Näch­te irgend­wie zu kom­pen­sie­ren. Doch das gestal­te­te sich ehr­lich gesagt extrem unprak­ti­ka­bel. Denn so hat­ten wir nur noch eine Stun­de Paar­ti­me für uns nach­dem Vik­tor ins Bett gegan­gen ist.

Nun war guter Rat teu­er: Ver­zwei­felt wie wir waren, kleb­ten wir die kom­plet­te Glas­tür mit Alu­fo­lio zu, damit wir einen ein­wö­chi­gen Test star­ten konn­ten. Denn die schwar­ze Folio war uns etwas zu dar­kroom­mä­ßig. Und sie­he da: Immer­hin bis 7.30 Uhr schlief der Zwerg plötz­lich wie­der. Seit einem Monat hängt nun die Folie am Fenster…Darkroom hin oder her.#prioritätensetzen

Ich muss sicher­lich nicht künst­lich beto­nen, dass wir seit­dem immer zwei Rol­len Alu­fo­lie im Gepäck haben, wenn wir ver­rei­sen. Dem Knirps kann man ja schlecht eine Satin-Schlaf­bril­le auf die Nase klem­men. Und ja: Das kann echt in Arbeit aus­ar­ten, wenn das Hotel/Appartement dum­mer­wei­se einen Schlaf­raum für das Kind mit vier gro­ßen Fens­tern besitzt. Es ist am Ende ein kla­res Rechen­ex­em­pel: eine Stun­de Anbrin­gen gegen täg­lich zwei Stun­den frü­her auf­ste­hen. Hm, dar­über muss ich nach­den­ken — nicht. #ich­bin­dochnicht­blö­de

Bild­nach­weis: Flickr |Schnee macht müde | Chris­toph Stau­din­ger

 

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